Dienstag, 30. Dezember 2014

Was hat Neuseeland wirklich mit Kiwis zu tun?

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Neuseeland wird häufig als das Land der Kiwi bezeichnet. Und auch die Einwohner scheinen so überzeugt, dass sie sich selbst als Kiwi bezeichnen. Bloß warum? Auf jeden Fall nicht nur wegen der Frucht sondern auch wegen eines Vogels…und einer Schuhcreme.

 

Der Kiwi-Vogel


Der Kiwi ist ein flugunfähiger Vogel, hat aber starke Beine auf denen er schnell laufen kann. Da er früher keine natürlichen Feinde hatte und nicht weg fliegen musste haben sich seine Flügel zurückgebildet. Mit seinem langen, spitzen Schnabel sucht er nach Insekten im Boden. Das Gefieder ist goldbraun bis pelzig und er ist etwa so groß wie ein Huhn (30 cm). Die Kiwi-Henne legt pro Jahr ein einziges Ei, das ungefähr sechsmal so groß wie ein Hühnerei ist. Damit sind die Eier in Bezug auf die Körpergröße die größten im gesamten Tierreich.

Da Kiwis nachtaktiv sind und ungefähr 20 Stunden am Tag schlafen, haben selbst viele Einwohner Neuseelands den Kiwi noch nie zu Gesicht bekommen. In Europa gibt es nur zwei Zoos, die den Kiwi halten: der Frankfurter und der Berliner Zoo.
Kiwi-Vogel


Warum werden Neuseeländer jetzt Kiwis genannt?


Im Weltkrieg kämpften neuseeländische Truppen in Europa. Es war Standard, dass gute Soldaten ihre Stiefel immer mit Sorgfalt pflegten. Die Neuseeländischen Truppen hatten eine besonders gute Schuhcreme im Gepäck, die sie auch gerne mit Kameraden aus anderen Nationen teilten. Das Logo dieser Schuhcreme war ein Kiwi-Vogel und daher kam es, dass die neuseeländischen Truppen den Spitznamen Kiwi bekamen. Die Soldaten trugen den Namen mit Stolz in ihre Heimat und mit der Zeit identifizierten sich immer mehr Neuseeländer mit dem Namen „Kiwi“.


Kiwi Schuhcreme

Die Kiwi-Frucht


Die Kiwi, so wie wir sie kennen –außen haarig, innen grün- kommt ursprünglich aus China und war unter dem Namen “chinesische Stachelbeere” bekannt.  Als 1959 erstmals Züchtungen aus Neuseeland nach England exportiert wurden, war Kiwi als Spitzname der Neuseeländer bereits eingebürgert und sehr verbreitet. Die Frucht wurde als Kiwi auf den Markt gebraucht, da sie ja aus dem Land der Kiwis kam.


Kiwi-Frucht
Heute gilt sowohl der Kiwi-Vogel, als auch die Kiwi-Frucht als Nationalsymbol von Neuseeland. Und der Spitzname Kiwi ist immer noch weit verbreitet, obwohl die eigentliche Geschichte, wie es zu dem Namen kam, fast keiner mehr kennt.


(Bevor hier jetzt erboste Neuseeland-Kenner Kommentare schreiben, muss ich glaube ich noch erwähnen, dass das wirkliche Nationalsymbol von Neuseeland der Silberfarn ist. Inoffiziell hat aber der Kiwi auch einen starken Symbolcharakter und zudem viele Gesichter…)
Silberfarn-Flagge

Freitag, 26. Dezember 2014

Meri Kirihimete

Das ist Maori und heißt übersetzt "frohe Weihnachten". Diese Sprache wird nur noch von den Maori in Neuseeland gesprochen und gilt als bedrohte Sprache, da nur noch ältere Menschen sie als Muttersprache bezeichnen können. Die jüngeren Generationen sind meistens nur Halbsprecher oder lernen Maori als zweite Fremdsprache.

Maori bei einem traditionellen Tanz
Doch wer sind überhaupt die Maori?

Das sind die Ureinwohner von Neuseeland. Sie kommen jedoch ursprünglich nicht aus Neuseeland, sondern sind tausende Kilometer mit Kanus über den Ozean gepaddelt um dorthin zu gelangen.

Mit solchen Kanus kamen die Maori nach Neuseeland

Die Geschichte


Es gibt viele Erzählungen, Legenden und Vermutungen wie und weshalb die Maori ausgerechnet nach Neuseeland gekommen sind. Ich habe mir die zwei bekanntesten rausgesucht.


Legende:

Die Maori haben vermutlich im 13. Jahrhundert die Marathon-Reise nach Neuseeland auf sich genommen. Sie kamen von Hawaiki, das irgendwo im Pazifischen Raum lag. Gründe für Auswanderung waren die Überbevölkerung und die Hungersnot auf den Heimatinseln der Urmaori. Wissenschaftler sagen, dass die Landung in Neuseeland kein Zufall war, denn die Maori kannten sich sehr gut mit dem Sternenhimmel und der Navigation aus. 



Das wir erzählt:

Die Vorfahren seien Gruppenweise in ungefähr 40 verschiedenen Kanus angekommen und es war reiner Zufall, dass sie ausgerechnet in Neuseeland gelandet sind. Als sie ankamen bezeichneten sie das Land als Aotearoa, "Land der langen weißen Wolke".


Nach Jahrhunderten allein in Neuseeland kamen europäische Siedler und versuchten, den Maori ihre Lebensweise aufzuzwingen. Das war auch nicht besonders schwer und viele ließen sich zum Christentum bekehren. 


Aber warum existiert die Maori-Kultur noch heute?

Die Maori Sprache wurde, gemeinsam mit Englisch, zur Staatsprache erklärt und ist deshalb immer noch sehr präsent in Neuseeland. Und die Menschen haben festgestellt, dass man mit der Maori-Kultur, bei Touristen, viel Geld verdienen kann.


Maori heute


Die Maori machen 15% der Gesamtbevölkerung in Neuseeland aus. Die Hälfte aller Maori lebt von Sozialhilfe und stellt einen Großteil der Arbeitslosen dar. Ihr Bildungsniveau liegt weit unter dem Durschnitt, der übrigen Bevölkerung.


Kunst und Kultur


Es gibt viele kulturelle Maori Darbietungen mit traditionellen Gesängen, Tänzen und dem Haka (ein alter Kriegstanz). Außerdem sind Schnitzen, Weben und Tätowieren in Neuseeland sehr verbreitet und beliebt. Was ursprünglich von den Maori kam und immer noch ein fester Bestandteil ihrer Kultur darstellt. Die handwerklich hergestellten Gegenstände haben, aus Sicht der Maori, alle einen funktionellen Zweck und werden von den Maori als "nga taonga tuku iho no nga tupuna" bezeichnet, was so viel heißt wie: "Heruntergereichte Schätze durch unsere Ahnen".

Traditioneller Maori-Gruß: der Hongi

Das waren jetzt hoffentlich nicht zu viele Infos auf einmal.

Und in diesem Sinne wünsche ich euch Meri Kirihimete oder auch frohe Weihnachten :)

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Mein erster Blogeintrag

Herzlich willkommen auf meinem Blog 
es freut mich total, dass du vorbeischaust :D  


Ich heiße Barbara und werde hier über meinen Auslandsaufenthalt in Neuseeland berichten. Los geht's für mich am 26. Januar. Dann heißt es Koffer packen und ab ins Flugzeug. Ich bin jetzt schon total aufgeregt und freue mich auf das Land, die netten Menschen und alle neuen Erfahrungen und Eindrücke, die ich in den 6 Monaten dort bekommen werde. 
Aber warum der ganze Aufwand einen Blog zu schreiben? 
Ganz einfach, ich mach das für Euch. Damit Ihr mitbekommt wie es mir in dem halben Jahr ergeht, damit Ihr verfolgen könnt, was ich so mache. Und damit ich mit euch allen in Kontakt bleiben kann, obwohl ich irgendwo auf der anderen Seite der Erdkugel bin. 


Ich hoffe sehr euch gefällt der Blog und ihr schaut ab und zu mal vorbei :D